Ein goldfarbener Detektor in einer abgeschirmten Kammer.Foto: © Foto: GSI/A. Zschau
Treffen der Entdecker

Schwere chemische Elemente werden in Speziallabors entdeckt

Aus aller Welt trafen Chemiker und Physiker in Wilhelmshaven zusammen, um sich über die Erforschung schwerer Elemente auszutauschen. Im Rahmen des Internationalen Jahrs des Periodensystems fand die Konferenz statt, an der aus Deutschland mehrere Entdecker solcher teilnahmen. Sie erzeugen und erforschen die schweren Elemente in komplexen Anlagen – und planen weitere Entdeckungen.

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Blick ins Weltall.Foto: © RUB, Lehrstuhl für Astrophysik
Salzsäure im Weltall

Auf die Reihenfolge kommt es an: ultrakalte Säure-Base-Chemie

Im Weltall herrschen extrem kalte Temperaturen, sodass Wasser in interstellaren Wolken etwa in der Eiskruste von Staubpartikeln gefroren vorkommt. Aber auch alle anderen Gase kondensieren und kristallisieren. Reaktionen laufen unter diesen „Sternenstaub“-Bedingungen viel langsamer ab – ändert sich dadurch auch ihre Kinetik? Diese Frage wurde an der Ruhr-Universität Bochum in einer internationalen Kooperation mit der Radboud Universität in Nimwegen, Niederlande, anhand von Salzsäure untersucht.

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Die Hochseeinsel Helgoland und ein Strandabschnitt, an dem die Proben genommen wurden.Foto: © Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie/Naomi Esken
Kohlenstoff-Kreislauf

Kleines Besteck für den Abbau von Algenblüte

Vermehren Algen sich plötzlich massenhaft, binden sie in dieser Algenblüte zunächst Kohlenstoff. Nach dem Absterben zersetzen Bakterien die aufgebauten Polysaccharide und setzen entweder Kohlendioxid wieder frei oder unverdaute Reste sinken zum Meeresboden. Für den bakteriellen Abbau genügt ein recht überschaubares Set an Enzymen und nur die gängigsten Zucker werden abgebaut. Je nach Stadium der Massenvermehrung werden verschiedene Zucker vorzugsweise abgebaut.

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Kleine Flocken von acht kondensierten Kohlenstoffringen, deren Außenkante mit Wasserstoff gesättigt ist, auf einer Kupferoberfläche.Grafik: © Uni Graz/Puschnig
Molekülorbitale in der analytischen Chemie

Reaktionsverlauf der Graphen-Synthese sichtbar machen

Die Erwartungen an den Werkstoff Graphen sind hoch. Zu dem Wissen, wie er entsteht, kam nun ein neues Puzzlestück hinzu. Eine noch junge Methode macht die Orbitale in Molekülen sichtbar und hilft so dabei, Zwischenprodukte aufzuklären. Ein Zwischenprodukt der Graphen-Synthese an einer Kupferoberfläche ist das sogenannte Nanographen, bei dem es sich um Bisanthene handelt.

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